Alfred Fasnacht

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Alfred Fasnacht
* 15. Januar 1945 in Solothrun
Bibliothekar, Präsident der Stiftung Museum 2005-2013, Kulturpreisträger 2015.


Alfred Fasnacht kam am 15. Januar 1945 im Bürgerspital in Solothurn zur Welt. In Grenchen absolvierte er die Primar- und Bezirksschule. Anschliessend besuchte er während eines Jahres die Handelsschulabteilung des Instituts Jura in Solothurn. In der Filiale Grenchen der Solothurner Kantonalbank begann er 1961 eine Bankenlehre, welche er 1964 erfolgreich abschloss. Anschliessend arbeitete er als Banker bei der Solothurner Kantonalbank in den Filialen Grenchen und Breitenbach sowie im Hauptsitz der Bank in Solothurn. Nach Auslandsaufenthalten in London und Montreal begann er 1970 eine Lehre als Buchhändler in der Buchhandlung Scherz in Bern. Anschliessend wechselte Alfred Fasnacht zur Stadt- und Universitätsbibliothek Bern und begann 1978 mit der Bilbiothekarenausbildung, die er 1980 mit dem Diplom der Vereinigung Schweizerische Bibliothekare abschloss. Um 1982 entdeckte er sein Interesse an der elektronischen Datenverarbeitung. Autodidaktisch begann er sich in den Themenkreis einzuarbeiten und erreichte einen hohen Wissensstand in diesem Bereich. Alfred Fasnacht war bis zu seiner Pensionierung am 1. Januar 2008 Leiter der Informatikabteilung der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern, einer der grössten Bibliotheken der Schweiz. Von 1973 bis 1984 war er nebenamtlicher Fachlehrer an der Buchhändlerschule Bern für die Fächer Sortimentskunde und Bibliographie. Von 1980 bis 1989 amtete Alfred Fasnacht als Kassier der damaligen Vereinigung Schweizerischer Bibliothekare, ein Berufsverband mit damals etwa 1200 Mitgliedern. In der Freizeit beschäftigt sich Alfred Fasnacht mit Geschichte. Dies im Besonderen mit der Grenchner Ortsgeschichte. Seine besondere Liebe gilt hier der Burg Grenchen. Alfred Fasnacht setzt sich für die Burg Grenchen]] ein. Dazu hielt er Vorträge im Rahmen des Museums-Gesellschaft Grenchen und machte Führungen. Daneben baute er für die Museums-Gesellschaft einen Internetauftritt auf, welcher neben der [[Burg Grenchen auch die Geschichte von Grenchen dokumentiert. Für die Museums-Gesellschaft Grenchen und den Historischen Verein Bettlach organisierte er Rodungen und zahlreiche Sanierungsarbeiten. Auf seine Initiative sind die verschiedenen wertvollen Infotafeln zurückzuführen. Besonders hervorzustreichen ist die Rekonstruktion des Schutzzauns, dessen ursprüngliche Konstruktion er akribisch recherchierte. Anlässlich ihrer Hauptversammlung 2013 verlieh die Museums-Gesellschaft Grenchen Fred Fasnacht die Ehrenmitgliedschaft. Ein weiteres seiner Steckenpferde ist die Klassische Musik, wobei Bach und Wagner zu seinen Lieblingen gehören. Aber auch die Kunst- und Kulturgeschichte und natürlich die Literatur gehören zu seinen bevorzugten Tätigkeiten in der Freizeit. Mehr oder weniger ausgedehnte Spaziergänge in Landschaft und Natur verschaffen ihm die nötige Bewegung und Kraft im Alltag. 2003 stellte er eine erste Ausstellung im Kultur-Historischen Museum Grenchen zusammen. Die Ausstellung und die Broschüre zur Arbeitersiedlung Tripoli waren ein grosser Erfolg. Teile der Ausstellung wurden sogar vom Verkehrsmuseum Luzern übernommen. Kurz darauf folgte die Ausstellung zu den 50er Jahre in Grenchen. Die Begleitbroschüre dokumentiert eine wichtige Entwicklung in der Geschichte Grenchen. Sie dürfte mit ein Grund gewesen sein, dass Grenchen den Wakkerpreis erhielt. 2005 wählte der Gemeindeart Grenchen und die Museums-Gesellschaft Alfred Fasnacht zum Präsidenten der Stiftung Museum Grenchen. Schon im ersten Jahr seiner Präsidentschaft initiierte Fred Fasnacht das Projekt der Inventarisierung der Sammlung des Kultur-Historischen Museums. Ein Projekt, dessen Realisierung gut drei Jahre dauerte und mit der öffentlichen Internet-Zugänglichkeit des Inventars abgeschlossen werden konnte. Unter sein Leitung wurden systematisch zentrale Papiere für die Museumsführung aufbereitet: Visionen, Leitbild, Sammlungskonzept, Ausstellungskonzept, etc. entstanden. Eine zentrale Vision war, dass das Kultur-Historische Museum wahrgenommen wird und in den einschlägigen Publikationen wie Reiseführern Erwähnung findet. Dies bedarf einer Erneuerung der Ausstellung sowie die Fokussierung des Museumsschwerpunkts. Was zeichnet Grenchen aus? Was ist steht hier im Zentrum? Die Uhrenindustrie. Die künftige Ausstellung soll sich der Industrialisierung widmen, beschloss der Stiftungsrat im Frühjahr 2008. Souverän steuerte Alfred Fasnacht die Stiftung und das Museum durch diese sehr intensive und spannende Zeit des Umbaus und der Neuausrichtung. 2009 war es soweit; das Museum wurde neu eröffnet. Das „neue“ Museum ist ein voller Erfolg. Die Besucherzahlen verdoppeln sich und bei den Kindern findet das Haus der Grenchner Geschichte grossen Anklang. Im November präsentierte Alfred Fasnacht als Tagespräsident die Gründung des Kantonalen Museumverbund MUSESOL. Weitere Themen die Alfred Fasnacht beschäftigten sind: Oldtimer-Flugzeug Dewoitine, Dampfmaschinen-Museum, Generalstreik, Stadtgeschichte, Heimatsammlung Kohler, Gretulozuzi, die Schau vom Grenchner Wein, etc. Alfred Fasnacht ist ein stiller Schaffer, der mit seinem Wirken die Grenchner auf die tollen Errungenschaften der 50er Jahre aufmerksam machte. Das historische Museum weiter entwickelte, dass es zu den besten Museen im der Region und im Kanton gehört. Damit setzte er auch ein positives Zeichen für die Stadt und die Region Grenchen. Bei der Vergabe der Kulturpreise wird darauf geachtet, dass alle Kultursparten möglichst gut vertreten sind. Angesichts des Engagements und in Würdigung seiner Verdienste im Bereich der Geschichte von Grenchen und seinem unermüdlichen Einsatz für das Kultur-Historische Museum wird ihm der Kulturpreis 2015 der Stadt und Region Grenchen verliehen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Aus der Laudatio zur Verleihung des Kulturpreises 2015, Lukas Walter
  • Grenchner Jahrbuch 2013/2014 sowie 2005 (S.60)