Parkuhren

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Ursprünglich gedacht, um im „Ruhenden Verkehr“ Ordnung schaffen zu können, erweisen sich die Parkgebühren als sichere und munter fliessende Einnahmequelle mit Potential. Seti 2017 sollen die „Überschüsse“ nicht mehr in die „Spezialfinanzierung“ zur Beschaffung zusätzlichem Parkraum, sondern direkt in die Stadtkasse fliessen.

Bis mitte der 60er Jahren gab es in Grenchen keine Bestimmungen zum „Ruhenden Strassenverkehr“. Man stellte sein Auto ab, wo es gerade gut ging. Beliebt dabei war der Marktplatz. Willy Hug, Chef der Stadtpolizei, führte die „Blaue Zone“ ein. Diese bewährte sich, bis viele Langzeitparkierer das Nachstellen der Drehscheiben meisterhaft beherrschten.

Auf dem von der Gemeinde auch heute noch eingemieteten Parkplatz nördlich der Post errichtete die Stadtpolizei die ersten einbeinigen Parkuhren, die in der Bevölkerung liebevoll „Hug-Lilien“ genannt wurden. An der Gemeindeversammlung versicherte der Gemeinderat den Automobilisten, der Reinertrag aus diesen Parkuhren stets und immer für die Beschaffung neuer Parkplätze verwendet würden.

1988[Bearbeiten]

Am 4. April 1998 wird die erste mit Solar-Kraft betriebene Parkuhr eingesetzt.

2016[Bearbeiten]

Inzwischen erweisen sich die Parkautomaten als sichere und stets munter sprudelnde Einnahmequelle. Hier einige Zahlen: Die Einnahmen aus den Parkingmetern betrugen im Jahre 2016 671‘790 Franken. In diesem Betrag sind auch die 33‘500 Franken enthalten, die im Parkhaus der Migros eingenommen wurden. Von diesen 671‘790 Franken erhielt die Securitas für ihre Dienstleistungen im Überwachungsdienst 26‘400 Franken und die Löhne der Stadtarbeiter bezifferten sich auf 36‘700 Franken. Rund 75‘000 Franken wurden für die Miete von Parkplätzen und die Pacht der Migros-Parkplätze ausgelegt. Interessant sind die „Internen Verrechnungen“. Diese belaufen sich auf 187‘000 Franken oder auf rund 28 Prozent der Einnahmen. Zu den internen Verrechnungen gehören etwa jene 143‘500 Franken. Genau dieser Betrag geht seit Jahren an die Rechnung der Stadtpolizei. Schliesslich werden hier auf 24‘000 Franken für interne Zinsen verrechnet. Auf diese Weise trugen die Parkgebühren bereits in den letzten Jahren zur Verbesserung des Rechnungsergebnisses der Verwaltung bei. Nach Abzug aller Unkostenm bleiben 315'000 Franken oder rund die Hälfte der Einnahmen aus den munter sprudelnden Parkingmetern, welche der Spezialfinanzierung zugewiesen wird. Hier befinden sich nun 1.452 Millionen Franken, reserviert für die Schaffung neuen Parkraums. Diese Reserve bleibt, auch wenn in Zukunft die Einnahmen aus Parkgebühren direkt in die Stadtkasse fliessen.

Quellen[Bearbeiten]