Freilichtspiele

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Freilichtspiele Grenchen
Freilichtspielplatz, 2540 Grenchen
Erstaufführung: 2003
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Entstehung[Bearbeiten]

10 Jahre Freilichtspile. Organisationskomitee.

Im Jahre 2002 hat Iris Minder (Regie) die Idee, in Grenchen Freilichtspiele durchzuführen. Sie konnte Doris Durrer sofort begeistern, ihr bei der Organisation zu helfen. Im Jahre 2003 fand dann im Park des Parktheaters Grenchen das erste Freilichtspiel statt. Sowohl Iris Minder wie Doris Durrer sind einfach ins «kalte Wasser» gesprungen und haben sich kurz vor der Uraufführung, auf der Tribüne sitzend, die Frage gestellt: Ums Himmelswillen, was haben wir da angerichtet!

Ziel der beiden treibenden Kräfte ist es noch heute, alle zwei Jahre in Grenchen ein Freilichtspiel durchzuführen und zwar immer mit Uraufführungen. So hat Grenchen seit damals als weitherum einzige Stadt regelmässige Freilichtspiele mit immer neuen Stücken (Autorin Iris Minder) anzubieten.

Die ersten drei Freilichtspiele fanden im Park des Parktheaters statt. Im Jahre 2008 ging Iris Minder auf die Suche nach einem neuen Platz, unterstützt durch den damaligen Stadtbaumeister Claude Barbey. So wurde der Freilichtspielplatz Eichholz über der Zivilschutzanlage im Jahre 2009 bezogen. Er bietet durch natürlich gewachsene «Bühnenwände» und dem Blick auf den Jura ideale Verhältnisse für eine verträumte und stimmungsvolle Atmosphäre. Nach einer Sanierung des Platzes (finanziert je hälftig durch die Stadt und die Freilichtspiele) wird dieser zum ständigen Freilichtspielplatz. Er bietet dank der Anlage und der Unterstützung des Zivilschutzes sowohl Garderoben, WC-Anlagen und Unterstand für die Betreibung eines eigenen Bistros. Im Jahre 2008 entstand der juristische Verein T.A.G.

Nach dem grossen Erfolg des ersten Freilichtspiels DIE EULE wurde auf Anregung von Hans-Ruedi Sutter der Unterstützungsverein «Freunde des kleinen Freilichtspiels Grenchen» (heute: «Freunde der Freilichtspiele Grenchen») gegründet.

2003: Die Eule[Bearbeiten]

Die Eule.
Die Eule.
Die Eule.

Das Gerüchtespiel DIE EULE hat 12 Bilder, inkl. Prolog und Epilog. Das Stück spielt 24.7.1577, in einer bäuerlichen Umgebung, z.B. in Grenchen. Barbara Obrecht wird von ihrer Nachbarin angeschwärzt und erzählt, sie hätte sie als Eule davonfliegen sehen, immer dann, wenn nachher im Dorf ein Unglück passiert. Dieses absurde Gerücht wird zuerst von niemandem geglaubt, aber am Schluss sind immer mehr davon überzeugt, oder auf jeden Fall nicht mehr sicher, ob es nicht doch stimmt. Es führt dann dazu, dass Barbara Obrecht gelyncht wird, als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbannt wird. Im Stück wird der Frage nachgegangen, warum so ein absurder Satz plötzlich die Menschen verunsichert und sie dazu bringt, die Person, die man sonst hoch schätzt, zu verurteilen.

Spielort[Bearbeiten]

Stadtpark

Uraufführung[Bearbeiten]

20. Juni 2003

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Besetzung[Bearbeiten]

Karl Amsler (Emil), Enzo Armellino (Edi), Felisa del Rio (Barbara), Maria Dobler (Hilda), Edi Fiechter (Dölf), Philipp Fluri (Walter), Caroline Gandola (Frieda), Manuela Heeb (Maria), Claudine Henzi (Eva-Maria), Kurt Huber (Amman), Robi Koch (Melchior), Emanuela Libertini (Johanna), Miriam Mägli (Barbara), Hans-Ruedi Sutter (Pfarrer)

Statisten[Bearbeiten]

Cslovjecsek Christine und Jana, Durrer Doris, Eng Eva, Ghezzi Marc, Graf Nadja, Gugelmann Esther, Guggenbühl Marian, Keller Samuel, Kocher Stephan, Müller Barbara, Pfister Alice, Westreicher Andrea

Bühnenbild[Bearbeiten]

Sauro Zumstein

Souffleusen[Bearbeiten]

Buser Gitti und Lüthi Regi

Organisation[Bearbeiten]

Cslovjecsek Christine, Durrer Doris (Leitung), Finger Marlis, Finger Rebekka, Lüthi Regi, Meier Rolf, Minder Iris, Scartazzini Käthi, Siegrist Christine

2005: Giigerain[Bearbeiten]

Giigerain.
Giigerain.
Giigerain.
Giigerain.

ris Minder hat unter dem Titel „Giigerain“ - eine sagenhafte Grenchner Bildergeschichte - ein Stück geschrieben, das sie ab Ende Januar dann mit einem Team von rund 25 Personen als Regisseurin umsetzen wird. Es wird eine sehr sinnenreiche, geheimnisvolle Produktion werden, in der es um Liebe geht und darum wem was wichtig ist im Leben. Es werden reale Figuren auftreten, Alltagsmenschen aber auch Erdgeister, die nachts den Menschen Gutes tun. Ein alter Flurnamen von Grenchen, Giigerain, hat zu dieser Geschichte inspiriert wie auch alte Sagengeschichten über das Erdleuchten und die Erdleute, die nachts den Menschen Kuchen bringen.

Die Familie Bock bringt das friedliche Dorf mit ihrer Sucht nach Geld und Macht durcheinander. Vor allem sind ihnen die Nachbarn, die Molls, ein Dorn im Auge, leben diese doch völlig gegensätzlich zu ihnen. Und als der Sohn von Molls, Willy, erst noch ihre Tochter Mia liebt, eskaliert die Situation. Aus Angst, dass man ihnen etwas wegnehmen könnte, bauen die Bocks rund um ihr Anwesen eine unüberwindbare Mauer. Diese wird ihnen am Schluss jedoch zum Verhängnis. In dieser Dorfgemeinschaft am Giigerain leben noch andere Menschen: wie beispielsweise Erwin und Ella Triebold, ein älteres, wohlhabendes Ehepaar. Oder man lernt die beiden ledigen Schwestern Bethli und Liseli kennen, die beide den ganzen Tag stricken und häkeln und sich vor der „bösen“ Welt verstecken. Dann ist da noch die Familie Körnli. Kasimir mit seiner zweiten, sehr jungen Frau, und den beiden Kindern aus erster Ehe. Die Arbeit steht für ihn im Vordergrund, Familie kommt erst weit hinten. Und dann die junge noch unschuldige Liebe von Mia und Willy, eine Liebe, die durch den Konflikt der Eltern im ersten Moment keine Chance zu haben scheint. Man erlebt also, verschiedene Beziehungen, wie man sie im Alltag immer wieder erleben und beobachten kann.

Das besondere an dieser Strasse, dem Giigerain, jedoch ist die nahe Verbundenheit zur andern Welt. Geheimnisvolles (mit Geigenmusik und Tanz) geschieht in der Nacht, wenn die Geister der Ahnen von der „andern“ Seite kommen, um den Menschen Gutes zu tun. Sie putzen, bringen Kuchen und schenken die heilenden Träume. Sie sind die Begleiter des schwarzen Geigers. Werden diese Gaben aus Habgier oder anderen niederen Beweggründen missachtet, kann es vorkommen, dass sie in den folgenden Nächten wegbleiben und die Menschen müssen versuchen den Frieden wieder herzustellen.

Welchen Lebensentwurf man auch immer wählt, vor dem Geiger ist jeder gleich. Und manch einer wird sich die Frage stellen: Was war eigentlich wichtig im Leben? Bin ich dem Falschen nachgerannt? Denn das letzte Hemd hat, wie das Sprichwort sagt, keinen Sack.

Spielort[Bearbeiten]

Stadtpark

Uraufführung[Bearbeiten]

11. Juni 2005

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Musik[Bearbeiten]

Heinz Mederer, Saarbrücken

Besetzung[Bearbeiten]

Enzo Armellino (Geiger), Robi Koch (Erdmann), Jana Cslovjecsek (Erdgeist), Lena Aebi (Erdgeist), Alisa Rüfenacht (Erdgeist), Samantha Schott (Erdgeist), Kurt Huber (Sepp Moll der Künstler), Marlyse Winkler (Julia Moll, Ehefrau), Tobias Neuhaus (Willy Moll, Sohn), Jakob Schnurrenberger (Otto Bock, der Geizige), Felisa del Rio (Klara Bock, seine Ehefrau), Andrea Westreicher (Mia Bock, Tochter), Edi Fiechter (Erwin Triebold), Maria Dobler (Ella Triebold), Karl Amsler (Kasimir Körnli), Cornelia Moser (Dora Körnli), Thomas Dobler (Walterli Körnli), Aline Guenin (Lina Körnli), Heidi Huggenberger (Lisi Rüefli, Schwester), Esther Gugelmann (Bethli Rüefli, Schwester),

Erdgeistertanz-Choreografie[Bearbeiten]

Monika Hugi

Bühnenbild[Bearbeiten]

Sauro Zumstein

Organisation[Bearbeiten]

Doris Durrer

2007: Chräjeruef[Bearbeiten]

Chräjeruef.
Chräjeruef.
Chräjeruef.
Chräjeruef.

Ende Januar 1913 wurde beim Tunnelbau Grenchen-Moutier ein unterirdischer See angebohrt. Mit 3'000 bis 5'000 Liter/Minute stürzte das Wasser in den Tunnel. Die Bauherrschaft war aufgrund verschiedener Gutachten auf diesen Einbruch vorbereitet, der aber dann alle Vorstellungen übertroffen hat. 6 Millionen Tonnen Wasser sind aus dem Bergesinnern geschossen. Wegen des gewaltigen Gewichtsverlust im Berg, kam es zu Verschiebungen, die in Grenchen so starke Erschütterungen auslösten, dass Kinder, die am Hang spielten, umgeworfen wurden. Das Trinkwasser für Grenchen versiegte und die Bauherrin (BLS) musste für die Stadt neue Quellen fassen. Dies ist der historische Hintergrund dieses Tunneleinbruchs und der Anlass für das Stück „Chräjeruef". Das Geschehen auf der Bühne hat mit den historischen Realitäten des damaligen Unglücks und dessen Ursachen nichts zu tun. Der Plot ist reine Erfindung und Fantasie.

Paul Güggi ist leitender Ingenieur des Tunnelbaus. In seinem Team arbeiten Urs Roth und Johann Bächler mit. Güggi und Roth sind in die gleiche Frau, Lina, verliebt. Obwohl vom Vater Güggi versprochen, zieht es Lina Baumann zu Roth. Als Intrigantin tritt die Schwester von Güggi, Edith, auf und verschlimmert diesen „Hahnenkampf" zwischen den beiden Männern zusätzlich. Güggi ist beleidigt und statt die Sache in den Vordergrund zu stellen, bleibt er aus verletztem Stolz unzugänglich für die Warnungen durch Roth und Bächler. Ernst zu nehmende Einwände seitens Salvatore Lombardi werden mit fremdenfeindlichem und überheblichem Gehabe abgetan. In dieser Beziehung hat Güggi einen zwielichtigen Kumpan, den Kassier Ferdi Saner. Dem stehen Geld und Frauen näher als die Sicherheit der Arbeiter. Vermittelnd, ausgleichend und weise warnt Toni vom Berg mit seinem Hund Zita, genauso wie die Grossmutter von Lina, Bertha Baumann. Die Familie Lombardi mit der Mutter Filomena, den Kindern Maria, Tina, Marco, Pietro und der Nonna versucht sich zu integrieren. Sie wird zusammen mit Bächler, seiner Frau Emma und der Tochter Manuela tragisch ins Geschehen miteingezogen. Alfred Obrecht, der Tunnelwächter und seine Mutter Rosa haben mit Mutter-Sohn-Ablösungs-Problemen zu kämpfen und so vernachlässigt Alfred seine Aufgabe als Wachbeamter beim Tunnel. Die Kinder schaffen es im Folgenden in den Tunnel zu kommen, wo sie dann auch bleiben, während das Unglück seinen Lauf nimmt.

Spielort[Bearbeiten]

Stadtpark

Uraufführung[Bearbeiten]

14. Juni 2007

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Musik[Bearbeiten]

Adrian Wagner: Titelmelodie
Silvan Bolle und Dominic Guenin: Schlagzeug

Bühnenmeister[Bearbeiten]

Sauro Zumstein

Besetzung[Bearbeiten]

Roland Favre (Paul Güggi, Leiter Tunnelbau), Urs Gafner (Ferdi Saner, Buchhalter im Bauteam), Bekim Murina (Urs Roth, Mitglied Bauteam), Maria Dobler (Bertha Baumann, Mitglied Bauteam, Küchenleitung), Stefanie Daumüller (Lina Baumann, Enkelin von Bertha), Vera Biscozzo (Edith Güggi, Pauls Schwester / Freundin von Lina), Karl Amsler (Salvatore Lombardi, ital. Arbeiter aus Süditalien), Felisa del Rio (Philomena, seine Frau), Heidi Huggenberger (La Nonna), Serena Karlen (Gina, Tochter), Jana Cslovjecsek (Maria, Tochter), Yves Daumüller (Pietro, Sohn), Dominic Guenin (Marco, Sohn), Köbi Schnurrenberger (Johann Bächler, Arbeiter, Gewerkschafter), Kathrin Schori (Emma Bächler, seine Frau), Alisa Rüfenacht (Manuela Bächler, Tochter), Julien Lischer (Alfred Obrecht, Sicherheitschef), Christine Cslovjecsek (Rosa Obrecht, seine Mutter), Edi Fiechter (Toni, Mann vom Berg), Pippa (sein Hund Zita)

Statistenteam[Bearbeiten]

Alice Pfister, Lena Aebi, Karl Ramseyer, Tobias Neuhaus (Journalist), Rosmarie Schwab, Bea Corti, Fabian Weibel, Sandra Huggenberger, Susanne Mc Dermott, Beat M. Peteut, Rahel Hässler und Maya Karlen

Flyer[Bearbeiten]

Als PDF.

2009: Frömdi Herre - Frömdi Dienschte[Bearbeiten]

Chräjeruef.
Frömdi Herre - Frömdi Dienschte.
Frömdi Herre - Frömdi Dienschte.
Frömdi Herre - Frömdi Dienschte.

Die Freilichtspiele Grenchen – die seit 2003 regelmässig alle zwei Jahre durchgeführt werden – haben sich für 2009 ein ganz besonderes Grenchner Thema vorgenommen: Die Geschichte von Dursli und Babeli, dem Paar, das im Grenchner Lied besungen wird.

„Frömdi Herre – frömdi Dienschte“ ist ein Singspiel. In den Rollen von Dursli und Babeli werden zwei Profis auftreten: Damian Meier (Solothurn) und Marie-Christine Banga (Hamburg).

Der Musiker Silvan Bolle komponiert die Songs und die Musik und die Band besteht aus Silvan Bolle, Thomas Christ und Daniel Brand, alles professionelle Musiker. Profis werden auch beim Bühnenbild am Werk sein: der Schnottwiler Künstler Marc Reist und der Architekt Adrian Cslovjecsek. Sie alle werden das neue Stück der Regisseurin und Autorin Iris Minder umsetzen helfen.

Es geht beim neuen Freilichtspiel nicht nur um diese zuerst unglückliche Liebesgeschichte, die dann doch glücklich ausgehen wird. Es geht der Autorin auch darum, das Thema von Macht, Machtmissbrauch und Unterdrückung zu thematisieren. Aus Verzweiflung lässt sich Dursli anheuern und wird als Söldner nach Flandern in den Krieg ziehen. Der Verkauf von Männern in Söldnerdienste, in Kriegsdienste für Frankreich und Italien beispielsweise, zur eigenen Bereicherung wird in „Frömdi Herre – frömdi Dienschte“ deshalb ein zentraler Punkt sein. Es geht in diesem Singspiel um ein kleines buntes Völklein, das sich auf der einen Seite nicht alles gefallen lässt, aber auf der andern Seite sich selber nichts zutraut. Es geht um Grenchen.

Das Freilichtspiel wird als Co-Produktion mit dem Kindertheater BLITZ durchgeführt werden.

Spielort[Bearbeiten]

Freilichtspielplatz

Uraufführung[Bearbeiten]

11. Juni 2009

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Bühnenbau[Bearbeiten]

Künstlerische Gestaltung: Marc Reist
Konzept und Planung: Adrian Cslovjecsek
Team: Hanspeter Crivelli, Peter Huggenberger, Peter-Hans Meier, Beat Peteut

Musik[Bearbeiten]

Kompositionen: Silvan Bolle
Musiker: Silvan Bolle(Schlagzeug), Thomas Christ (Piano), Daniel Brand (Bass)

Besetzung[Bearbeiten]

Damian Meier (Dursli), Edi Fiechter (Onkel Hans), Lilian Jeannerat (Mutter Erna), Marie-Christine Banga (Babeli Marti), Felisa del Rio (Alma Marti), Köbi Schnurrenberger (Ernst Marti), Heidi Huggenberger (Groseli), Bea Corti )Magd Josephine/Seppi), Stefanie Daumüller (Nanni), Beat Jeannerat (Felix), Christine Cslovjecsek (Frederica (Rikli)), Rosmarie Schwab (Mathilde (Tildi)), Maria Dobler (Olga (Olgi)), Jana Cslovjecsek (Sophie), Dominic Guenin (Markus), Roland Favre (Herr Theophil von Solval), Esther Haudenschild (Frau Helmine von Solval), Aline Guenin (Tochter Augustine von Solval), Nicole Jeannerat (Kind von Solval), Karl Amsler (Dietrich), Benj Obrecht (Der eiserne Karl), Lisa Haudenschild (Martha), Muriel Stefanie (Bertha)

Flyer[Bearbeiten]

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2011: Ich glaub mich tritt ein Pferd[Bearbeiten]

Ich glaub mich tritt ein Pferd.
Ich glaub mich tritt ein Pferd.
Ich glaub mich tritt ein Pferd.
Ich glaub mich tritt ein Pferd.

Die Freilichtspiele Grenchen – die seit 2003 regelmässig alle zwei Jahre durchgeführt werden – haben sich für 2011 ein ganz besonderes Thema vorgenommen. „Ich glaub‘ mich tritt ein Pferd“ ist eine turbulente Theater-im-Theaterkomödie.

Eine Freilichtspielschauspieltruppe will einmal einen Western inszenieren und hat dafür sogar einen Regisseur aus Hollywood engagiert. Schliesslich liegt Grenchen im Westen des Kantons Solothurn und wird als unzivilisiert und wild beurteilt. Als man hier aber Gold findet kommen die Gangsterinnen aus dem Osten um sich des Reichtums zu bemächtigen. Der Autorin und Regisseurin geht es aber nicht darum, dieses Thema der Randlage von Grenchen kritisch zu beleuchten. Ihr Ziel ist es vielmehr, einmal ein Freilichtspiel zu gestalten, in dem man von Herzen lachen und sich freuen kann. Die Zuschauer erleben eine der letzten Proben vor der Uraufführung dieser fingierten Theatergruppe. Vieles klappt einfach noch nicht, der Regisseur verliert langsam die Nerven. Sein Ausspruch „Ich glaub‘ mich tritt ein Pferd“ wird nahezu legendär. Die Westernszenen werden persifliert, sodass die Komik nicht allein durch die Theater-im-Theaterszenen entstehen, sondern auch durch die karikierten Figuren im Westernstück selber. So erscheint eine „kurlige“ alte Frau, die mit ihren eigenartigen Aussagen und ihrer Manie, Steine zu sammeln, ein paar Geheimnisse verbirgt. Da gibt es den alten Häuptling scharfes Messer (gespielt durch unseren 88jährigen Edi Fiechter). Man lernt Balduin kennen, ein Gemeinderat, der unbedingt den jugendlichen Liebehaber spielen will oder der traurige Cowboy, der einsam in den Sonnenuntergang hineinreitet. Dann bringen die vier Banditinnen – alle im gleichen Banditen-westernlook – das kleine Dorf City West durcheinander. Mit ungeheuer viel gespielter Männlichkeit versucht sich der Sheriff Little Joe (gespielt durch Tom Muster, 12 Jahre alt, vom Kindertheater BLITZ) Autorität zu verschaffen. Fehlbesetzungen werden immer wieder thematisiert und das Cowgirl auf seinem Pferd (gespielt durch die Grenchner Tierärztin Irene Keller) erscheint immer zum denkbar falschen Zeitpunkt, weil die Technik den Song „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ einspielt. Neben dem Regisseur spielt auf Seite des Teams vor der Bühne besonders auch die Maskenbildnerin Elsbeth eine besondere Rolle, oder der Bühnenmeister Miggu greift überhilfsbereit immer wieder ins Geschehen, respektive in die Probe ein. 27 Sprechrollen werden diese turbulente Komödie gestalten. Dazu kommen noch einige Statisten.

Spielort[Bearbeiten]

Freilichtspielplatz

Uraufführung[Bearbeiten]

16. Juni 2011

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Bühnenbau[Bearbeiten]

Bühnenbilder: Marc Reist und Adrian Cslovjecsek
Team: Hans Schürer, Hanspeter Crivelli, Peter Huggenberger, Peter-Hans Meier

Besetzung[Bearbeiten]

Roland Favre (Regisseur), Dominique David Vogel und Dario Lupi (Sein Assistent), Rosmarie Schwab (Frau für alles: Elsbeth), Maria Dobler (Mildred), Köbi Schnurrenberger (Sam ), Marc Ghezzi (Silberpfeil), Lisa Haudenschild (Silberwolke), Edi Fiechter (Der alte Häuptling Scharfes Messer), Sandra Huggenberger (Sanftes Schaf) Jana Cslovjecsek (Süsse Maus), Tobias Neuhaus (Cowboy Jimmy), Heidi Huggenberger (Bordellmutter Maggie), Christine Cslovjecsek (Dirne Angel), Esther Haudenschild (Dirne Ramona), Kari Amsler (Pfarrer Seligmann), Benj Obrecht (Balduin), Pia Schild (Gangsterin 1: Gina), Sara Nüsslein und Vanessa Lupi (Gangsterin 2: Lina), Lilian Jeannerat (Gangsterin 3: Sina), Meret Orgis und Nicole Jeannerat (Gangsterin 4: Tina), Felisa del Rio (Lehrerin Frau Jones), Stephanie Zeni (Daisy, ihre Tochter), Tom Muster (Sheriff Little Joe), Irene Keller (Cowgirl auf Pferd), Urs Gafner (Michelangelo, Bildhauer)

Statistenteam[Bearbeiten]

Alice Pfister, Meret Orgis, Monika Steiner, Natalia Kummer, Nicole Jeannerat, Rahel Luder, Susanne Mc Dermott, Susi Reinhart

Flyer[Bearbeiten]

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2013: Uhregrübler[Bearbeiten]

Uhregrübler.
Uhregrübler Team.
Zur Erinnerung an Edi Fiechter (1923-2014). 90. Geburtstag am 21.06.2013. Edi Fiechter spielte an allen Freilichtspielen bis und mit 2013.
Les Rubis: Freilichtspiele "Uhregrübler". Ruwen Kronenberg, Peter Schenker, Bruno Schaad, Silvan Bolle.

10 Jahre Freilichtspiele Grenchen - „Uhregrübler“, ein Singspiel"

Im Jahre 2003 haben die Freilichtspiele Grenchen ihre ersten erfolgreichen Schritte – damals noch im Park des Parktheaters - zu einer Grenchner Kulturtradition mit dem Stück DIE EULE gemacht. Es folgten 2005 GIIGERAIN, 2007 CHRÄJERUEF, 2009 FRÖMDI HERRE – FRÖMDI DIENSCHTE (jetzt neu auf dem Freilichtspielplatz beim Eicholz), 2011 ICH GLAUB MIT TRITT EIN PFERD. Den Produktionen zugrunde liegt immer ein Thema, das in irgendeiner Form mit Grenchen zu tun hat.

2013 feiern die Freilichtspiele Grenchen nun ihren 10. Geburtstag und zwar erneut mit einer ganz besonderen Produktion. Besonders, was das Thema anbelangt: Es geht um Uhren und Zeit. Besonders, was die Inszenierung anbelangt: es wird ein Singspiel gegeben. Nicht nur gibt es vom Text her eine Uraufführung, nein auch vom musikalischen her. Vier Grenchner Profimusiker komponieren die Lieder und treten als die Band LES RUBIS bei den Spielen selber auf. Damian Meier, bekannt von den I QUATTRO (und als Dursli in Frömdi Herre – Frömdi Dienschte im Jahre 2009) wird Sänger und Chor leiten.

In Geranienburg geht alles seinen gemächlichen Gang. Man lebt zyklisch nach den Regeln der Natur und dem eigenen Lebensrhythmus. Der Ammann will jedoch das Dorf fördern, will es zu Wohlstand und Wachstum bringen. Da erscheinen zwei Figuren Till und Tim, die den Leuten Zeit resp. Zeitmessung verkaufen. Die Uhrenindustrie fasst Fuss im Dorf und zwei Zeitbegriffe stehen sich nun gegenüber: zyklische wie bisher und linear als neue Erfahrung der modernen Zeit. Menschen verändern sich, Beziehungen verändern sich. Mit viel Humor, Tempo aber auch Nachdenklichem bringt Iris Minder als Autorin und Regisseurin erneut ein sehr aktuelles und spannendes Thema auf die Freilichtspielbühne.

Das Jubiläumsstück verspricht viel Sinnenreiches, Emotionales, Zauberhaftes umhüllt von wunderschönen Melodien, Licht und einem kunstvollen Bühnenbild (vom Künstler Marc Reist und Architekten Adrian Cslovjescek) Das Team besteht aus 20 Sprechrollen und vielen Statisten.

Spielort[Bearbeiten]

Freilichtspielplatz

Uraufführung[Bearbeiten]

13. Juni 2013

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Bühnenbau[Bearbeiten]

Bühnenbild: Marc Reist und Adrian Cslovjescek

Musik[Bearbeiten]

Kompositionen und Musik: Les Rubis

Besetzung[Bearbeiten]

André Jörg Weber (Mändu), Andrim Brunner (Tim), Heidi Heller (Pauline), Edi Fiechter (Peter), Esther Haudenschild (Zeit), Heidi Huggenberger (Mädi), Karl Amsler (Ammann), Köbi Schnurrenberger (Franz), Lisa Haudenschild (Daneli), Maria Dobler (Huldi), Nadja Rothenbühler (Linda), Olivier F. Ziegler (Michi), Ramona Zimmermann (Laura), Roland Favre (Rüedu), Rosmarie Schwab (Käthi), Saskia Braga (Meieli), Stephanie Zeni (Vroni), Susi Reinhart (Leni), Tom Muster (Till)

Statistenteam[Bearbeiten]

Bea Corti, Jürg Müller, Kurt Sutter, Thesi Moser, Ueli Heller

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2015: Näbu[Bearbeiten]

Näbu.
Näbu.
Näbu.
Näbu (Bruno Schaad und Peter Schenker).

Skurrile aber liebenswerte Menschen leben gemeinsam in einer Wohnwagensiedlung. Jeder respektiert den andern mit all seinen Merkwürdigkeiten. Ein buntes Völklein wohnt hier, das gemeinsam eine Heimat gefunden hat, sich wohl fühlt und sich gegenseitig stützt. Dann zerstört jedoch die kalte Realität diese wohlige Lebensgemeinschaft: Ein Spekulantentrio will unter allen Umständen diesen Grund, um hier Luxusressorts zu bauen. Da ist ihnen jedes Mittel recht. Als dann noch das junge Mädchen Lienne verschwindet und alle Indizien auf einen Mord hinweisen, eine Brandstiftung die Menschen in Not bringt und die Polizei zu ermitteln beginnt, kommen Misstrauen und Angst auf.

NÄBU ist ein spannendes Stück mit viel Humor, Liebe und Action.

Spielort[Bearbeiten]

Freilichtspielplatz

Uraufführung[Bearbeiten]

19. Juni 2015

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Bühnenbau[Bearbeiten]

Leitung: Hanspeter Crivelli
Team: Heinz Lüthi, Hans Pfäuti, Hans Scheurer, Rudolf Winzenried, René Fischer, Urs Heutschi, Ruedi Rickli, Marcel Bavaud

Musik[Bearbeiten]

Kompositionen und Musik: Les Rubis

Besetzung[Bearbeiten]

Nadja Rothenbühler (Anka), Susi Reinhart (Elyn), Rosmarie Schwab (Coco), Olivier F. Ziegler (Gore), Tom Muster (Wolf), Saskia Braga (Lienne), Lisa Haudenschild (Rubi), Rita Gosteli (Sigi) André-Jörg Weber (Romin), Kurt Sutter (Onni), Esther Haudenschild (Hornung), Roland Favre (Rösli), Kari Amsler (Meier 5), Silvia Käser (Nora Walker), Iris Minder (Frau Rau), Jürg Vifian (Herr Rau), Heidi Heller (Frau Burri)

Statistenteam[Bearbeiten]

Thesi Moser, Lukas Bäumle, Andrea Rüfenacht, Annemanrie Schärer

Flyer[Bearbeiten]

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2017: Wiiberheer[Bearbeiten]

Wiiber Heer.

Dem Stück WIIBERHEER liegen drei historische Figuren von Grenchen zugrunde: Maria Schürer, Elisabeth Frei und Seuzejoggeli. Es ist Februar/März im Jahre 1798. Es ist die Zeit kurz vor dem Einfall der napoleonischen Truppen. Grenchen – damals noch unter der Herrschaft der Stadt Solothurn – ist zweigeteilt. Soll man sich auf Napoleon und die Wert der französischen Revolution freuen oder ist es besser unter der Knechtschaft von Solothurn zu bleiben? Von Flüchtlingen hört man von den Gräueltaten der Franzosen, was zusätzliche Ängste und Unsicherheiten auslöst. Und dann am Morgen früh des 1. März fallen die französischen Truppen über Grenchen her. Das Wiiberheer vom Seuzejoggeli versucht sie mit Sand in den Schürzen aufzuhalten. Am Ende hat Grenchen zwei neue Heldinnen und einen Helden.

WIIBERHEER ist ein spannendes Stück mit grosser Aktualität.

Spielort[Bearbeiten]

Freilichtspielplatz

Uraufführung[Bearbeiten]

16. Juni 2017

Regie[Bearbeiten]

Iris Minder

Organisatorische Leitung[Bearbeiten]

Doris Durrer

Bühnenbild[Bearbeiten]

Urs Hofer

Bühnenbau[Bearbeiten]

Hanspeter Crivelli, Heinz Lüthi

Musik[Bearbeiten]

Kompositionen und Musik: Les Rubis

Besetzung[Bearbeiten]

Aina Probst (Frida Ris), Aoife Hohl (Sophie Schild), Barbara Wittwer (Martha Schild), Christine Zimmermann (Grenchnerin), Erika Weber (Grenchnerin), Esther Haudenschild (Lilou), Evelyne Staufer (Grenchnerin), Jürg Vifian (Urs Ris), Jürg Vifian (Franzose), Kari Amsler (Joggeli Rüefli), Karin Staudenmann (Grenchnerin), Kurt Sutter (Franzose), Lorenz Probst (Jules), Lorenz Probst (Franzose), Maria Aguilera (Hertha Ris), Markus Zahler (Guschti Güggi), Markus Zahler (Franzose), Martin Schärer (Guillaume), Miro Nardini (Ärnschtli Rüefli), Nadja Rothenbühler (Elisabeth Frei), Peter Zimmermann (Franzose), Ramona Zimmermann (Gertrud Hugi), Roland Favre (Noldi Pfluger), Roland Favre (Franzose), Rosmarie Schwab (Emma Pfluger), Rosmarie Urben (Elsi Rüefli), Sandra Sieber (Der Tod), Silas Staufer (Kari), Stephanie Zeni (Maria Schürer), Suellen Isbilir (Grenchnerin), Susi Reinhart (Charlotte Ris), Thesi Moser (Grenchnerin),

Weblinks[Bearbeiten]