Franzoseneinfall

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Gedenksteine zur Erinnerung an die drei Opfer Andreas Hug, Maria Schürer und Elisabeth Frei. Gefallen am 2. März 1789.

Der Franzoseneinfall (oder auf französischer Seite auch Campagne d’Helvétie genannt) war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Französischen Republik und der Alten Eidgenossenschaft zwischen dem 28. Januar 1798 und dem 28. Mai 1799. Der französische Sieg brachte die militärische Besetzung eines grossen Teils der heutigen Schweiz durch Frankreich und die Gründung der Helvetischen Republik als Tochterrepublik mit sich. Der Franzoseneinfall beendet in der schweizerischen Geschichtsschreibung traditionell die Ära des Ancien Régime bzw. der Alten Eidgenossenschaft und leitet die Helvetik ein.[1]

Ausführlich berichtet auch Werner Strub im Heimatbuch Grenchen über den Franzoseneinfall[2].

Der Auszug der Frauen[Bearbeiten]

Strub schreibt[2]: "Am Kampf gegen den Feind beteiligte sich auch die Frauenwelt von Grenchen." Strub zitiert dann Prof. Dr. Hugi:

"Die Frauen und Jungfrauen von Grenchen und Bettlach hatten sich nämlich ebenfalls zu einem Bataillon vereint und mit Hellbarden und Spiessen und Gabeln sich ausgerüstet. Ihr Anführer war Jakob Rüefli (Selzenjoggi) ..."

In der Sammlung des Museums Altes Zeughaus Solothurn befinden sich zwei Waffen, die der Tradition nach Elisabeth Frei und Jakob Rüefli zugeschrieben werden.[3]

Gefallene Grenchner[Bearbeiten]

Name Geboren
Paul Schürer 21.10.1742
Kaspar Feremutsch 03.03.1752
Andreas Obrecht 01.06.1752
Urs Ris 16.10.1754
Urs Güggi 01.07.1754
Viktor Burki 15.04.1755
Andreas Hugi 26.05.1758
Johann Affolter 17.11.1760
Jakob Obrecht 10.02.1760
Josef Schilt 06.01.1763
Johann Wälti 28.10.1765
Anna Maria Schürer 31.07.1766
Urs Rüefli 05.11.1767
Maria Elisabeth Frei 21.11.1777
Johann Gschwind 26.09.1780

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Zur Einnerung an die Opfer des Franzoseneinfalls steht an der Kastelsstrasse (vis à vis Alterszentrum Kastels) ein kleine Gedenkstätte.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Wikipedia
  2. 2,0 2,1 Strub, Werner - Heimatbuch Grenchen S.120-130
  3. Wegeli-Katalog MAZ 469a und MAZ 570a

Weblinks[Bearbeiten]